Herzlich Willkommen auf der Homepage und im Bildhaueratelier von

EVA ADEMI


In ihrer Kunst beschäftigt sich die Bildhauerin Eva Ademi mit der Welt der Flora und Fauna. Ihre Skulpturen und Plastiken entstehen oftmals auf der Basis von Fundstücken. Rostige Drähte und Nägel, verbleichte Knochen, ausgewaschene Hölzer oder gerissene Papiere können zur Grundlage ihrer Arbeiten werden. Häufig arbeitet Eva Ademi mit Bienenwachs, das mit Pigmenten eingefärbt wird. Den Skulpturen verleiht dies eine sehr organische, weiche und warme Ausstrahlung.

 

Mit Rekurs auf die formalen und materialen Eigenschaften dieser Fundstücke entwickelt sie in einem intensiven künstlerischen Prozess die Geschöpfe ihres tierischen und pflanzlichen Universums: Es entstehen verschiedenartige Insekten, Falter oder spinnenartige Tiere. Eine große Werkgruppe wird von Vögeln gebildet, weitere Werkgruppen umfassen Fledertiere und Primaten wie Gorillas und Orang Utans.

 

In ihrem Oeuvre schöpft Eva Ademi nahezu alle formalen und repräsentativen Möglichkeiten der Skulptur und der Plastik aus. Es gibt kleinere Einzelfiguren, die einen eher intimen Dialog mit dem Betrachter suchen. Oft arbeitet sie mit in sich geschlossenen Materialarrangements, deren einzelne Elemente miteinander interagieren und den Betrachter zu phantasievollen Verknüpfungen anregen. Größere, freistehende Einzelskulpturen mit monumental-erhabener Wirkung sind ebenso zu finden. Und nicht zuletzt schafft Eva Ademi auch reliefartige Materialbilder, die als Landschaftsfolien eine perfekte Ergänzung zu den im Raum agierenden, auf Allansichtigkeit konzipierten Skulpturen Verwendung finden.

 

Alle Figuren Eva Ademis umkreisen die Grundthematik des Lebens mit seinem unaufhörlichen Wechsel zwischen Werden und Vergehen. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie zwei paradox erscheinende Extreme in harmonischer Art in sich vereinigen: Auf der einen Seite die vitale Kraft des Lebendigen, die sich selbstbewusst in die Welt drängen möchte. Auf der anderen Seite das Element des zwangsläufigen Verfalls alles Lebendigen.

 

So entstehen Skulpturen, die uns manchmal durch ihre pure Schönheit verzaubern, manchmal mit ihrer unbändigen Energie überwältigen und manchmal mit ihrer zarten Melancholie nachhaltig verstören. Ihre Arbeiten aus der Tier- und Pflanzenwelt werden zu Metaphern des ewigen Kreislaufs von Werden und Vergehen, sie werden zu Metaphern des Lebens selbst.